Bedeutung der Wurzel - Langfassung

Ginsengwurzel (Bild: FloraFarm)

 

Die Wurzeln sind oft der nährstoffreichste und heilkräftigste Teil einer Pflanze. Von ihrer biologischen Funktion her sind Wurzeln wertvolle Energiespeicher, da sie Wasser und Nährstoffe aus der Erde saugen.

 

Für die Medizin ist daher vorrangig die Wurzel des Ginseng von Bedeutung. Diese erreicht bis 30 cm Länge, ist von weißlich-gelber Farbe und fester Konsistenz. Die medizinisch interessanten Ginsenoside sind in der Wurzel ungleichmäßig verteilt und haben ihre höchste Konzentration in den feinen Seitenwurzeln. Ihr Gehalt nimmt mit jedem Wachstumsjahr zu.

 

Auch die Sagen und Legenden um die Heilpflanze beziehen sich ausschließlich auf die menschenähnliche Gestalt der Wurzel. Diese besteht aus mehreren Wurzelsträngen, von denen kleine Wurzelfasern abgehen, die sich immer mehr verzweigen und verästeln, bis sie „haarfein“ sind. Über der eigentlichen Wurzel sitzt sozusagen der „Hals“ oder Wurzelstock, der sich direkt unter der Erdoberfläche befindet.

 

Im Herbst verwelken die Blätter der Ginsengpflanze und die alte Sprossachse fällt ab. Am Wurzelhals entstehen dadurch ringförmige Einkerbungen, an denen man wie bei den Jahresringen von Bäumen das Alter der Pflanze und somit ihren Wert bestimmen kann.

 

In jedem Frühjahr bildet die Pflanze neue Sprossen und der Wurzelhals wächst um ein kleines Stück. Die eigentliche Wurzel zieht sich dabei ins Erdreich zurück und die neue Knospe bleibt dadurch auf Erdebene – für Botaniker eine interessante Besonderheit!

 

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