Fibromyalgie

„An der Fibromyalgie erkrankt zu sein, das heißt für rund eine Millionen Deutsche – davon etwa neunzig Prozent Frauen – unter bis zu einhundert verschiedenartigen Beschwerden zu leiden, die vielfach zur gleichen Zeit, meist relativ schmerzvoll auftreten. Für nahezu alle, die von dieser immer noch nicht ausreichend erforschten Krankheit betroffen sind, stellen Gliederschmerzen in allen Körperteilen eine besondere Belastung dar. Hinzu kommen fast immer Schlafstörungen, Angst- und Stresszustände und eine vollkommene Erschöpfung.

 

Bis es zu einer klaren ärztlichen Diagnose kommt, werden häufig über Jahre mehr als ein Dutzend Fachärzte von den Betroffenen konsultiert. Es kommt nicht selten vor, dass die Patienten als eingebildete Fantasten sogar von den Medizinern abgestempelt werden. Vielfach gehen unter den körperlichen und seelischen Belastungen Ehen kaputt, weil Partner mit der „ewigen Jammerei“ der Betroffenen nicht mehr fertig werden. Das Berufsleben wird für die Fibromyalgie-Erkrankten vielfach zur Qual und endet nicht selten in der Erwerbsunfähigkeit.

 

Wenn dann endlich die Diagnose Fibromyalgie anhand der mittlerweile feststehenden Kriterien vom Arzt getroffen wird, ist das für die Meisten wie ein erster Befreiungsschlag: „Endlich weiß ich, was ich habe,“ so äußerten sich viele und versuchen sich nun mit der Krankheit mehr oder weniger zu arrangieren. Ab jetzt weiß man(n), frau, dass die Krankheit trotz aller, vielfach diffusen, Beschwerden nicht tödlich und auch nicht im Rollstuhl endet. Fast wie eine Befreiung wirkt es schon, dass man nicht mehr als eingebildeter Kranker gilt. Eine Heilung gibt es allerdings bis heute nicht, obwohl die Wissenschaft daran arbeitet. Einige der Beschwerden können zum Beispiel durch Wärme- oder Kältebehandlungen gelindert werden. Vielen hilft aber schon das Verstehen und die Zuwendung im Familien- und Freundeskreis.

 

Auch ich, männlich, sechzig Jahre, schleppe mich mit der Fibromyalgie seit wohl fünfzehn Jahren herum. Habe unzählige Ärzte aufgesucht und die Krankenkasse aufgrund des fehlenden Wissens der Mediziner viel Geld gekostet. Das ging so weit, das ich mir die Gallenblase entfernen ließ, ohne dass die Beschwerden im Oberbauch weniger wurden.

 

Bis meine Hausärztin vor zwei Jahren die richtige Diagnose stellte, die von einem Rheumatologen noch einmal bestätigt wurde. Ich bin an der Fibromyalgie erkrankt. Bis heute rät mir meine Ärztin, mich mit dieser Krankheit zu arrangieren. Nichts, aber auch gar nichts hat bis jetzt bei mir an Medikamenten und anderen Heilbehandlungen, wie Massagen oder Magnettherapie, geholfen.

 

Vor rund vier Wochen legte mir meine Frau jeden Morgen zwei Ginsengkapseln auf den Frühstücksteller, die ich bis heute einnehme. Ich nahm sie zunächst einmal kommentarlos ein. Zumindest schaden würde mir Ginseng bestimmt nicht. Um das zu wissen, hatte ich mich mit dieser Pflanze bereits seit wohl fünfzehn Jahren immer wieder einmal beschäftigt. Zig mal hatte ich die Ginsengfarm in der Walsroder Ortschaft Bockhorn, vielfach in Begleitung von Reisegruppen – ich war mal in der Touristik beschäftigt – besucht. Auf die Idee, Ginseng könne mir selber helfen, bin ich eigenartigerweise nicht gekommen. Dieses, obwohl ich vor einigen Jahren fast zwei Wochen täglich, nach meinem Vormittagstee im Büro, an einer kleinen, mir vom deutschen „Ginsengpionier“ Heiner Wischmann überlassenen Wurzel knabberte. Ich achtete nicht auf eine eventuelle Wirkung…

 

Nachdem ich nun meine Ginsengkapseln regelmäßig zu mir genommen hatte, wurden meine Beschwerden nach den ersten vierzehn Tagen heftiger als je zuvor. Alles bisher Dagewesene wurde von dieser neuen Qualität der Schmerzen noch getoppt. Nach einer weiteren Woche klangen die Beschwerden Stück für Stück ab. Heute, nachdem ich meine tägliche Ginsengeinnahme fleißig fortsetze, bin ich an einem Punkt angelangt, der mich das „Leben wieder aushalten“ lässt. Nicht, dass ich gänzlich beschwerdefrei bin, aber ich kann wieder durchgängig schlafen, bin sehr viel weniger stressanfällig, auch viel ausgeglichener, komme seit langem fast wieder ohne Schmerzen die Treppe hoch und mein zu hoher Blutdruck hat sich auf einem niedrigeren Niveau eingependelt. Irgendwie habe ich mein körperliches und seelisches Gleichgewicht wieder gefunden. Wenn das so bleibt, weiß ich, warum die Ginsengwurzel schon seit Alters her als „Zauberwurzel“ empfohlen wurde.“

 

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