Ginseng besitzt im Gegensatz zu vielen anderen Heilpflanzen praktisch keine Nebenwirkungen und galt auch aus diesem Grund bereits im alten China als „Königsdroge“. Heutige wissenschaftliche Untersuchungen zur Verträglichkeit von Ginseng bestätigen diese Tatsache.
Bei empfindlichen Personen können Magenschmerzen auftreten. Nur bei extremer Überdosierung können gegebenenfalls unerwünschte Symptome wie Schlafstörungen, erhöhte Reizbarkeit oder Erhöhung des Blutdrucks auftreten – dies ist aber nur bei missbräuchlichem Gebrauch beobachtet worden.
Die Einnahme anderer Medikamente wird durch Ginseng nicht gestört. In Einzelfällen sind Wechselwirkungen möglich, was jedoch nicht immer negativ sein muss. Oft kann die Dosierung anderer Medikamente herabgesetzt werden, weil der Organismus durch die Einnahme von Ginseng gesünder reagiert.
Bei Diabetikern kann unter Umständen die Menge des zugeführten Insulins reduziert werden, da Ginseng in der Lage ist, den Blutzuckerspiegel zu senken.
Auch die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln kann durch Ginseng unterstützt und deren Dosierung dadurch herabgesetzt werden.
In diesen Fällen sollten Patienten ihren Arzt über die Einnahme von Ginseng informieren, der engmaschige Kontrollen der entscheidenden Werte vornehmen und über eine Dosisanpassung anderer Präparate entscheiden kann.





